Informationen rund um die richtige Unternehmensgründung in der Schweiz

Eintrag im Handelsregister

 

Eintragspflicht im Handelsregister

Ebenso wie in Deutschland sind bestimmte Rechtsformen zwingend an die Eintragung im Handelsregister gebunden, so die Aktiengesellschaften, die GmbH’s, KG’s und Kollektivgesellschaften, die Genossenschaften und ein Teil der Stiftungen und Vereine. Andersherum gesagt, darf sich keine Firma eine dieser Rechtsformbezeichnungen anfügen, wenn sie nicht eingetragen ist. Gewerbetreibende sind zum Eintrag im Handelsregister verpflichtet, wenn sie einen Jahresumsatz von 100.000 Schweizer Franken und mehr erzielen, oder wenn sie bestimmte, unter besonderer Aufsicht stehende Tätigkeiten ausüben, z.B. Treuhänder und Makler. Wer also eine Unternehmensgründung in der Schweiz beabsichtigt, sollte sich rechtzeitig über Organisationsart und Umfang seines Geschäftes im Klaren sein. Auch Niederlassungen ausländischer (wie auch schweizerischer) Firmen können nicht einfach ihre Tätigkeit aufnehmen, sondern müssen ebenfalls im Handelsregister eingetragen werden.

Zuständigkeit und Eintragsdaten

Zwar gibt es in der Schweiz ein Zentralregister, in dem sämtliche handelsregisterlich registrierte Firmen der Schweiz aufgeführt sind, der Eintrag im Handelsregister erfolgt aber jeweils in dem regional zuständigen Registergericht, das üblicherweise auf Kantonsebene geführt wird (außer in den Kantonen Bern und Wallis, dort auf Bezirksebene).

Ein Eintrag im Handelsregister erfordert je nach gewählter Rechtsform den Namen der Firma (ggf. mit Rechtsformzusatz), das Gründungsdatum, die Geschäftsanschrift, den Namen des/der Inhaber/Gesellschafter, den Geschäftsgegenstand und bei Kapitalgesellschaften Art und Höhe des Kapitals, bei GmbH’s die Namen der Anteilseigner und deren Einlagenhöhe sowie Namen und Vertretungsbefugnisse der Funktionsträger (Geschäftsführer, Prokuristen etc.) In manchen Fällen, insbesondere Umsatzstarken Unternehmen ist auch die Angabe der Revisionsstelle anzugeben.

Folgen der Eintragung im Handelsregister

Firmen, die im Handelsregister eingetragen sind, unterliegen der Buchführungs- und Offenlegungspflicht gegenüber dem Registergericht. Verschuldet sich eine eingetragene Firma, so kann gegen sie die Betreibung eines Konkursverfahrens beantragt werden, was die Einbringung des gesamten Firmenvermögens in die Konkursmasse und letztendlich die Totalliquidation des Unternehmens zur Folge haben kann.

Andererseits bietet die Eintragung im Handelsregister den Gewerbetreibenden Rechtssicherheit. Die Firma, soweit angenommen, genießt Namensschutz auf regionaler (Eigennamen) bzw. landesweiter (Wortkonstrukte) Ebene. Außerdem wird durch den Einblick in die rechtlichen Verhältnisse die Vertrauens- bzw. Kreditwürdigkeit des Unternehmens bei den Geschäftspartnern der Firma höher eingeschätzt, weil sie im Fall einer Insolvenz besser geschützt wären.